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GNOME 40: (Wieder) ein neuer Denkansatz

GNOME 40: (Wieder) ein neuer Denkansatz

Der Sprung auf die Version 40 ist längst nicht die einzige wichtige Änderung in der nächsten GNOME-Version. Unter anderem werden die Grundelemente der Benutzeroberfläche grundlegend verändert.

Doch zunächst erstmal zum Namen 3.36, 3.38, 40?

Seit nun fast 10 Jahren folgt die Versionierung neuer GNOME-Releases dem Schema 3.XX.

Die nächste GNOME-Version wird jedoch nicht 3.40 sondern 40 als Versionsnummer mit sich führen.

Dies geschieht unter anderem, um die Versionierung von GNOME und GTK voneinander zu trennen und dem Benutzer einen besseren Überblick über die verschiedenen Versionen zu bieten. Die nächsten Versionen werden ab diesem Jahr als 40.alpha, 40.beta, 40.0, 40.1, 41.alpha … Versioniert.

Dennoch wurden in GNOME 40 viele Änderungen an der Benutzeroberfläche vorgenommen, die wir anschließend näher erläutern, welche dem Versionssprung gerecht werden.

Das neue Designkonzept

Mit GNOME 3 wurde 2011 ein neues Arbeitsflächenkonzept eingeführt. Trotz viel Kritik haben die Entwickler daran festgehalten.

Dennoch versuchen sie kontinuierlich die Benutzererfahrung zu verbessern.

So wurde letztes Jahr entschieden, das bisher vertikale Layout der Aktivitäten-Übersicht gegen ein horizontales Einzutauschen.

Die zukünftigen Änderungen wurden in einem Artikel am 18. Dezember 2020 im GNOME Shell Entwicklungsblog zum ersten Mal vorgestellt.

Dabei wurden auch folgende Mockups gezeigt:

Aktivitäten-Übersicht (Mockup)

Aktivitäten-Übersicht (Mockup)

Anwendungsmenü (Mockup)

Anwendungsmenü (Mockup)

Bereits jetzt ist die Beta-Version des neuen GNOME Desktops verfügbar, in der die Änderungen zum großen Teil entsprechen den Mockups umgesetzt sind.

Aktivitäten-Übersicht (40.beta)

Aktivitäten-Übersicht (40.beta)

Anwendungsmenü (40.beta)

Anwendungsmenü (40.beta)

Jedoch wurden auch zusätzliche Änderungen eingeführt, wie die Arbeitsflächen-Vorschau über der Aktivitäten-Übersicht.

Schon nach dem Release von GNOME 3.36 wurden in einem Artikel die Probleme von GNOME angesprochen. Unter anderem wurde erwähnt, dass der Desktop im Originalzustand sich nach dem Start eher leer anfühlt und nicht wirklich produktiv sei.

Daher wollen die Entwickler den Benutzern nur einen überflüssigen Schritt ersparen und die Übersicht nun als Startzustand einführen.

Weitere Änderungen

Des Weiteren gibt es auch kleine kosmetische Änderungen

  • Anwendungsnamen werden beim Überfahren mit der Maus vollständig angezeigt
Vorher Nachher
  • eine Trennlinie zwischen Favoriten und aktiven Apps im Dash

Dash

  • abgerundete Leistenbuttons

Abgerundeter Knopf

GNOME 40 ausprobieren

Neugierig ? Schon jetzt kannst du GNOME 40 in Fedora 33 installieren.

Dazu muss das COPR-Repository von Felix Häcker aktiviert werden.

Dies machst du wie folgt:

sudo dnf copr enable haeckerfelix/gnome-shell-40
sudo dnf upgrade

Falls du wieder zur ursprünglichen GNOME-Version zurückkehren möchstest, ist dies wie folgt möglich:

sudo dnf copr remove haeckerfelix/gnome-shell-40
sudo dnf distro-sync

Fazit

Mit GNOME 40 wird wieder mal das Designkonzept des Desktops zu großen Teilen umgestaltet. Die Entwickler versuchen weiterhin, ein besseres Designkonzept zu erstellen.

Wie sich dies genau auf die Benutzererfahrung auswirkt, wird sich in der Zukunft zeigen.

Bestehende Nutzer werden sich wahrscheinlich ganz schnell and das neue Interface gewöhnen, es könnte aber auch mehr Nutzer anregen, zu GNOME zu wechseln.

Doch eins bleibt gleich: das Konzept von GNOME war und bleibt einzigartig und wird noch manch eine Idee für einen modernen und produktiven Desktop vorstellen.